Immer wieder wird von links-grünen Windkraftbefürwortern die Frage gestellt: Wo soll der Strom denn künftig herkommen?
Für eine stabile, grundlastfähige Energieversorgung ist das Bundesministerium für Wirtschaft und Energie der Bundesregierung zuständig, nicht aber die Windkraftkritiker.
Die pauschale Antwort „aus Windrädern“ greift dabei viel zu kurz – gerade, wenn es um reale Versorgungssicherheit geht. Seriöse Energiepolitik - zu Ende gedacht - sieht anders aus. Denn sich energetisch von Naturgewalten abhängig zu machen, ist schon lange kein Zeichen des Fortschritts mehr - ganz im Gegenteil. Auch abertausend Windräder helfen in einer sogenannten Dunkelflaute nicht weiter – also wenn weder Wind weht noch Sonne scheint. In genau diesen Situationen müssen wir derzeit auf zusätzlich bereitgehaltene konventionelle Kraftwerke zurückgreifen – ob wir das wollen oder nicht.
Die allzu oft heraufbeschworene Unabhängigkeit von ausländischen Energieversorgern verkehrt sich ins absolute Gegenteil. Die Abhängigkeit und die Kosten steigen mit jedem neuen Windrad.
Was wir deshalb wirklich brauchen, sind:
• dezentral organisierte Großspeicher (z. B. Batterien, Wasserstoff, Pumpspeicher),
• ein intelligentes, stabiles Stromnetz, das Energie dort verteilt, wo sie gebraucht wird,
• und eine ehrliche Priorisierung von Einsparung, Effizienz und Bedarf – auch im privaten und industriellen Bereich.
Der geplante Windpark am Lindenrain mag symbolisch gut gemeint sein – aber ohne begleitende Speicher- und Netzstrategie wird er keinen entscheidenden Beitrag zur Versorgungssicherheit leisten.
Wer ernsthaft Klimaschutz betreiben will, braucht auch ernsthafte Planung – nicht nur neue Windräder. Und er braucht vor allem Akzeptanz vor Ort. Diese erreicht man nicht durch Informationsveranstaltungen nach Vertragsunterzeichnung, sondern durch frühzeitige Beteiligung und Transparenz.
Die überaus gut besuchte Informationsveranstaltung am 16.07.2025 in Gültlingen hat eindrucksvoll die Unzulänglichkeiten im Planungs- und Genehmigungsprozess aufgezeigt.
Es geht nicht darum, den Wandel zu verhindern – sondern darum, ihn vernünftig zu gestalten.